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Haus Wittelsbach und missio München starten gemeinsames Bauprojekt in Kenia

24. April 2024
Mit einem Spatenstich haben Ludwig Prinz von Bayern aus dem Haus Wittelsbach und missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber am Mittwoch (24. April 2024) den Beginn eines gemeinsamen Bauprojektes in Loropio im Norden Kenias besiegelt. Am Turkana-See wird in den nächsten Monaten eine Kirche mit Pfarrhaus und Schwesternkonvent als zentrale Anlaufstelle für die jungen Menschen des benachbarten Ausbildungszentrums „Learning Lions“ sowie für die lokale Bevölkerung entstehen.
Alles ist vorbereitet für den Spatenstich zum Kirchenbau für den Bildungscampus am Turkana-See in Kenia. Im Vordergrund des Bildes sind Schubkarren und Spaten zu sehen. Dahinter eine ganze Reihe von Männern mit orangener Warnweste. In der Mitte stehen von links nach rechts missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber, der örtliche Bischof, ein weiterer Geistlicher sowie Ludwig Prinz von Bayern.

Mit der gemeinnützigen Organisation Learning Lions engagiert sich Ludwig von Bayern bereits seit mehr als zehn Jahren in der Turkana-Region - einer der entlegensten und unterentwickeltsten Gegenden des Landes. Auf dem Bildungscampus haben junge Frauen und Männer die Chance, sich im Bereich Computertechnologie und Webdesign ausbilden zu lassen. Mit der jüngst nebenan eröffneten Loropio Girls' High School sollen zudem speziell Schülerinnen gefördert werden, auch in der Hoffnung, sie vor der in der Gegend noch immer weit verbreiteten Tradition der frühen Zwangsheirat zu bewahren.

Spirituelles Zentrum für Studierende und Bevölkerung

Wir wollen hier am Turkana-See zeigen, wie positive Bildungsarbeit funktioniert – dazu gehört alles von Strom- über Wasserversorgung bis hin zu Schulen, Kindergärten und natürlich unseren Projekten, in denen junge Erwachsene lernen, wie man durch IT-Dienstleistungen Geld verdienen kann, sagte Ludwig Prinz von Bayern bei der Grundsteinlegung und betonte: Ab einer gewissen Größe braucht man dann einen Ort, an dem sich die Menschen wohlfühlen und damit auch die Möglichkeit, seinen Glauben zu leben. Daher ist es uns sehr wichtig, hier eine Kirche zu bauen.

Ludwig von Bayern dankt Spenderinnen und Spendern

öffnet Youtube-Video von missio München in neuem Fenster: Ludwig Prinz von Bayern wendet sich darin an die Spenderinnen und Spender, die den Bau der Kirche auf dem IT-Campus der Learning Lions ermöglicht haben

Für seine Vision eines spirituellen Zentrums für die Studierenden, die Schülerinnen und die Bevölkerung in der Region konnte Ludwig von Bayern missio München als Partner gewinnen. Nach einer zweijährigen Planungsphase beginnt mit dem Spatenstich jetzt die Bauphase: Kirche, Konvent und Pfarrhaus werden zentrale Anlaufstelle für die jungen Menschen sein. Sie sollen Gottesdienste feiern können, ihre Sorgen teilen und Hoffnung durch die Kraft des Evangeliums in der Gemeinschaft erfahren dürfen“, kündigte missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber an. „Das gemeinsame Projekt in der Turkana-Region ist für uns die Fortsetzung einer langen Tradition mit dem Haus Wittelsbach. König Ludwig I. von Bayern gründete den Ludwig-Missionsverein, das heutige missio München, im Jahr 1838.

Designwettbewerb unter kenianischen Studierenden und Architekten

Wie auch schon der Campus der „Learning Lions“, der von dem deutsch-burkinischen Star-Architekten Francis Kéré entworfen wurde, soll die geplante Kirche Ausdruck der dortigen Kultur sein. Diesmal ist der Bauentwurf das Ergebnis eines Designwettbewerbes unter kenianischen Studierenden und Architekten. Dabei wird besonders auf lokale Architektur und einheimische Baumaterialen Wert gelegt. Die Kirche soll sich sowohl in die Landschaft als auch in das Leben der Menschen einfügen, informierte Ludwig von Bayern.

Prinz Ludwig mit Monsignore Wolfgang Huber und dem örtlichen Bischof auf dem Gelände, auf dem der Kirchenbau für den Bildungscampus der Learning Lions entstehen soll.

Prinz Ludwig im Gespräch mit einem Kamerateam. Neben ihm stehen Monsignore Wolfgang Huber und der örtliche Bischof.

Ein kenianischer Geistlicher, Prinz Ludwig, der örtliche Bischof und Monsignore Wolfgang Huber sitzen vor einem Gebäude auf niedrigen Holzschemeln und halten Holzstäbe mit kunstvoll gestalteten Griffen in der Hand.

Der örtliche Bischof weiht den Bagger, der auf der Baustelle zum Einsatz kommen soll, mit reichlich Weihwasser.