Besonders dramatisch sei die Lage für Kinder und Jugendliche: Rund 260 Millionen Mädchen und Jungen weltweit haben keinen Zugang zu Schule oder Ausbildung, wie Monsignore Huber betont: In unseren Projektländern in Afrika und Asien erleben wir täglich, was das bedeutet: Kinder arbeiten statt zu lernen, Mädchen werden früh verheiratet, ganze Generationen bleiben ohne Perspektive. Das dürfen wir nicht hinnehmen.
Der missio-Präsident fordert die internationale Gemeinschaft auf, Bildung mit Nachdruck zur Priorität zu machen: Wer Bildung vernachlässigt, zementiert Armut, Abhängigkeit und Ungerechtigkeit. Investitionen in Bildung sind Investitionen in Frieden, Entwicklung und soziale Stabilität.
Fehlende Bildung habe weitreichende Folgen wie schlecht bezahlte Arbeit, politische Ausgrenzung, Ausbeutung und Kriminalität.
Bildung zu ermöglichen ist ein zentrales Anliegen von missio München. Gemeinsam mit kirchlichen Partnerinnen und Partnern unterstützt das Hilfswerk in 40 Ländern Afrikas und Asiens Bildungsprojekte – von Schulunterricht über berufliche Ausbildung bis hin zur Alphabetisierung Erwachsener. Bildung befähigt Menschen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen
, betont missio-Präsident Monsignore Huber. Sie eröffnet Chancen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und eine gerechte Zukunft.
Wie konkrete Hilfe wirkt, zeigt ein Bildungsprojekt von missio München im Südsudan. Im Flüchtlingslager Makpandu erhalten geflüchtete Mädchen und Jungen erstmals wieder die Chance auf Schulbildung – inmitten von Armut, Gewalt und Perspektivlosigkeit. Gemeinsam mit dem Jesuiten-Flüchtlingsdienst ermöglicht missio Unterricht, Lernmaterialien und gezielte Förderung von Mädchen. Bildung wird hier zum Schutzraum und zur Hoffnung auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Der Internationale Tag der Bildung wurde 2018 eingeführt und im Jahr darauf das erste Mal begangen. Er macht auf die Bildungsziele der Vereinten Nationen (UN) aufmerksam: Bis zum Jahr 2030 sollen alle Menschen die Chance auf lebenslanges Lernen und eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung haben. Darauf haben sich alle UN-Mitgliedstaaten in der globalen Bildungsagenda 2030 geeinigt. Dieses Versprechen darf kein leeres Wort bleiben
, mahnt missio-Präsident Monsignore Huber. Gerade die Ärmsten dürfen nicht weiter abgehängt werden.