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Weltfriedenstag: Solidarität mit vergessenen Krisenregionen

19. Dezember 2025
Zum Weltfriedenstag am 1. Januar erinnert missio-Präsident Monsignore Wolfgang Huber an die zahlreichen bewaffneten Konflikte weltweit – viele davon jenseits der dauerhaften medialen Aufmerksamkeit. Der Krieg in der Ukraine dauert unvermindert an, und die Gewalt im Gazastreifen hat unermessliches Leid über die Zivilbevölkerung gebracht. Diese Konflikte prägen die weltpolitische Lage. Zugleich erreichen uns bei missio München immer wieder Hilferufe unserer Partnerinnen und Partner aus Regionen, in denen sich stille Katastrophen abspielen, die kaum Gehör finden.
Ein Muslim, links im Bild, und ein katholischer Bischof, rechts im Bild, aus Burkina Faso reichen sich die Hand.
© Jörg Böthling/missio München

Der Frieden in der Welt wirkt zerbrechlicher denn je, mahnt der missio-Präsident weiter. Besonders dramatisch ist die Situation in einigen Ländern Afrikas. Im Südsudan bleibt die politische Lage fragil, bewaffnete Auseinandersetzungen und Hunger bedrohen das Leben von Millionen Menschen. In der Demokratischen Republik Kongo eskaliert die Gewalt in einzelnen Landesteilen immer wieder neu, ganze Regionen versinken in Unsicherheit, Vertreibung und Perspektivlosigkeit. In Tigray im Norden Äthiopiens bleibt die Lage für die Menschen nach dem Bürgerkrieg ebenfalls schwierig. missio-Projektpartner berichten von anhaltenden lokalen Konflikten und großen humanitären Herausforderungen. Die Sicherheitslage bleibt angespannt.

Blick nach Burkina Faso

Auch im Sahel geraten Konfliktherde schnell aus dem Blick, obwohl sie den Alltag der Menschen dauerhaft prägen. Insbesondere in Burkina Faso, ist der Frieden durch extremistische Gruppen massiv bedroht, informiert Monsignore Huber. Erst im November reiste der missio-Präsident nach Bobo-Dioulasso, um an der Generalversammlung der Bischofskonferenz teilzunehmen und durch Besuche in den Krisenregionen den Menschen seine Solidarität zu zeigen.

Dschihadistische Milizen kontrollieren in Burkina Faso weite Teile des Landes, Millionen Menschen leben in Angst, viele sind auf der Flucht. Nach der Aufkündigung internationaler Bündnisse fehlt es der Bevölkerung an Sicherheit und Perspektiven.

Unsere Partner berichten, dass es vielerorts allein kirchliche Strukturen sind, die den Menschen Halt geben – durch Bildung, humanitäre Hilfe und konkrete Schutzräume, betont Monsignore Huber. So ermöglicht eine von missio unterstützte Schule im Osten des Landes hunderten Mädchen trotz Terror und Vertreibung Bildung und Zukunftschancen.

An der Seite der Leidenden

Gerade am Weltfriedenstag wird deutlich, dass nachhaltiger Frieden nur dort wachsen kann, wo Solidarität nicht abbricht und die Schwächsten nicht vergessen werden: Der Weltfriedenstag ruft uns in Erinnerung, dass Frieden weit mehr ist als die Abwesenheit von Krieg. Er gründet auf Gerechtigkeit, auf der Achtung der Menschenwürde und auf Solidarität mit den Schwächsten, so missio-Präsident Monsignore Huber. Das Evangelium ist eine Friedensbotschaft, die uns dazu verpflichtet, nicht wegzuschauen und uns – im Gebet wie im Handeln – an die Seite der Leidenden zu stellen.