Besonders die jungen unter ihnen verlassen zunehmend das Land. Dabei sind es die Christen, die in dieser dauerhaft von Konflikten und Kriegen geplagten Region ihren Dienst an den Menschen durch Schulen, Altenheime oder Krankenhäuser aufrecht halten
, sagt Monsignore Huber.
In Gaza herrscht Kultur der Gewalt
Größte Sorge bereitet dem missio-Präsidenten die Situation der wenigen verbliebenen Christen im völlig zerstörten Gazastreifen. Wie der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pierbattista Pizzaballa, in einem Interview mit dem missio magazin berichtet, werde erwartet, dass weitere von ihnen in der Zukunft die Pfarrei in Gaza-Stadt verlassen. Insgesamt herrsche in der Region eine Kultur der Gewalt
, beklagt Pizzaballa. Diese werde auch bei Übergriffen im Westjordanland wie zuletzt durch radikale Siedler deutlich.
missio-Präsident Monsignore Huber fordert die Bundesregierung auf, ihre Beziehungen zur israelischen Regierung zu nutzen, um endlich Wege der konkreten Unterstützung und Sicherheit für die Christen im Heiligen Land anzustoßen. Wir brauchen die innerchristliche Vielfalt und einen fruchtbaren interreligiösen Dialog in dieser Region mehr denn je
, so Monsignore Huber. Nicht nur, weil es ein Menschenrecht auf Würde und Religionsfreiheit gibt, sondern auch, weil Christinnen und Christen engagierte Bürger eines Landes sind. Sie bereichern und stabilisieren eine Gesellschaft. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle und können eine Brücke sein bei Bemühungen um Toleranz und um einen echten Frieden. Auch von unserer Solidarität hängt ihre Zukunft ab!
Regelmäßig macht missio München aufmerksam auf die zunehmend dramatische Lage von Christinnen und Christen, die zum Beispiel in Nordostindien, im Sahel und im Nahen Osten aufgrund ihres Glaubens vertrieben oder getötet werden. An all diesen Orten fördert missio die soziale, humanitäre und seelsorgerische Arbeit kirchlicher Partnerinnen und Partner.